Abschied heißt nicht Ende

Den Weg durch die Trauer finden

Der Tod kommt nie passend. Im Trauerfall erleben Angehörige eine Situation, auf die sie meist nicht vorbereitet sind. Vieles ändert sich schlagartig.

Ganz plötzlich sind die Angehörigen nicht nur mit vielen Gefühlen wie Traurigkeit, Schock und Schmerz konfrontiert, sondern sie müssen innerhalb weniger Tage die Beerdigung und viele Formalitäten erledigen. Es gibt viel zu überlegen und zu entscheiden.

Der Tod kommt sehr unterschiedlich auf die Angehörigen zu.

Es können plötzliche Unfälle sein oder andere Unglücke, die einen Menschen plötzlich aus dem Leben reißen. Es können aber auch alte Menschen sein, die sterben und es sterben auch Menschen nach langer Krankheit. Dabei kann der Tod doch plötzlich auf die Angehörigen zukommen und manchmal bleiben eben auch Dinge offen und unausgesprochen.

Oft haben die Angehörigen bis zur Bestattung nur funktioniert und gemacht was sie machen mussten. Erst danach kommen sie dazu so langsam zu begreifen, was da passiert ist und oft fallen sie dann in ein tiefes Loch. Der Tod des Angehörigen muss erst mal realisiert werden und es wird so langsam bewusst, dass der Verstorbene nie wieder kommt.

In allen Bereichen des Lebens fehlt er oder sie und das wird auch besonders bei den alltäglichen Kleinigkeiten deutlich.

Wer macht nun die Reparaturen am Auto oder wer wird nun für die Familie einkaufen und kochen. Dinge die sonst immer funktioniert haben, ohne dass man darüber nachgedacht hat, müssen nun neu geregelt werden.

Oft erleben Angehörige viele unterschiedliche Gefühle, wie Wut allein gelassen worden zu sein, Einsamkeit, Traurigkeit, aber auch Erleichterung. Alles darf sein und ist erlaubt.

Jeder muss einen individuellen Weg in der Trauer finden und es gibt keine Vorschriften und kein richtig und falsch.

Trauer hört nicht nach einem Jahr auf, der Verstorbene wird immer bei uns sein und Spuren hinterlassen.


Ansprechpartnerin für Einzelgespräche und Begleitung:


Dipl. Psych. Elisabeth Schultheis-Kaiser
Tel. 05241/905984

 

Offener Trauer Treff Gütersloh


Menschen in Trauersituationen haben seit Mai 2004 an jedem zweiten und vierten Montag im Monat von 17 bis 19 Uhr die Möglichkeit, sich mit anderen Trauernden zu treffen und über ihr Erleben, ihre Gefühle und Erfahrungen auszutauschen oder einfach nur zuzuhören.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es den Menschen gut tut, sich so in ihrer Trauer zeigen zu dürfen, wie sie es erleben und auch so verstanden zu werden.

Im Alltag müssen Sie oft funktionieren oder ein lächelndes Gesicht zeigen, obwohl ihnen nach Weinen zumute ist.

Das Gespräch in einer geschützten Atmosphäre kann helfen, den Weg der Trauer zu gehen. Denn nichts ist mehr wie vorher und vieles ist ungewohnt, neu und schwierig, wenn ein Angehöriger stirbt.

Der Offene Trauer Treff findet in den Räumen der Caritas Unter den Ulmen 14 b statt.