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Therapiezieländerung und Therapiebegrenzung am Lebensende
Bei fortschreitenden, letzlich zum Tode führenden Erkrankungen stellt sich irgendwann für alle Beteiligten - Professionelle, Patienten und Angehörige - die Frage, welches Therapieziel angestrebt werden soll. Die Umorientierung von einem kurativen (heilenden oder lebensrettenden) hin zu einem palliativen Therapieziel, das die Lebensqualität in den Vordergrund stellt und möglicherweise auch auf eine Lebensverlängerung verzichtet, stellt ein Problem dar, das nicht nur in der Hospizarbeit und Palliativversorgung angesprochen werden muss.
Voraussetzung ist die Kenntnis der ethisch/juristischen Grundlagen und die Bereitschaft zum ethischen Diskurs im konkreten Fall. Damit diese Neuorientierung im Therapieansatz gelingt, müssen Reaktionen, Gedanken, Gefühle von Ärzten, Pflegenden, Betreuern und Betroffenen reflektiert werden. Auch ökonomische Problem wie z.B. Fragen nach Rationierung im Gesundheitswesen spielen hierbei eine zunehmend größere Rolle.
Bei der Umsetzung von Therapiezieländerungen ergeben sich deshalb Fragen, die nur interdisziplinär unter Berücksichtigung ethischer, medizinischer, ökonomischer und kommunikativer Aspekte gelöst werden können.
In den Referaten wollen wir diese Bereiche der Entscheidungsfindung am Lebensende beleuchten. Anhand von Fallbeispielen kann dann konkret diskutiert werden, welche Konflikte dabei entstehen und wie diese gelöst werden können.
Zielgruppe:
Pflegende, Ärzte, Mitarbeiter psychosozialer Berufe und der Seelsorge, im ambulanten und stationären Bereich, sowie im Bereich der Altenpflege.
Referenten:
Dr. med. Herbert Kaiser
Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin Gütersloh
PD Dr. phil. Alfred Simon
Akademie für Ethik in der Medizin Göttingen
Termin:
Samstag, 19.6.2010, 9.00 – 16.30 h
Ort:
Neubau-Saal am Klinikum Gütersloh gGmbH, Reckenbergerstr.19, 33332 Gütersloh
Kosten:
70,- € Kursgebühren und Verpflegung
