Stiftung Deutsches Hilfswerk fördert stationäres Hospiz für den Kreis Gütersloh

Der Hospiz- und Palliativ-Verein Gütersloh e.V. hat für den Neu- und Umbau eines stationären Hospizes für den Kreis Gütersloh Fördermittel in Höhe von 360.000€ von der Stiftung Dt. Hilfswerk bekommen. Diese Stiftung verwaltet und verteilt die durch die ARD-Fernsehlotterie ‚Ein Platz an der Sonne’ eingespielten Gelder an gemeinnützige Zwecke.

Die Fuldaer Zeitung vom 10.Februar 09 zitiert den ehemaligen Vorsitzenden der Stiftung Deutsches Hilfswerk, Dr. Wolfgang Hamberger, wie folgt:
 „Wir haben mit der Stiftung Deutsches Hilfswerk ein vorzügliches Instrument, um unmittelbar, konkret und vor Ort zu helfen“. Laut Hamberger sei selbst der perfekteste Sozialstaat nicht in der Lage, jede persönliche Not zu verhindern. Umso wichtiger sei die unbürokratische, schnelle und effektive Unterstützung von Vereinsarbeit, die die Stiftung Deutsches Hilfswerk biete. „Jeder Verein, der Menschen ein Stück Heimat bietet, ist ein wichtiger Punkt im Netzwerk der sozialen Sicherung“, meint Hamberger. Jede Einrichtung, die aus dem Topf der Stiftung Geld bekommen habe, stehe für ein soziales Problem. Daher stelle sich die Frage: „In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ Um die Probleme der Gesellschaft zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken, bedürfe es nachdenklicher, informierter, engagierter und ehrenamtlicher HelferInnen.

Die Stiftung unterstützt das Projekt des Gütersloher Hospiz- und Palliativ-Vereins mit 360.000€. Die Freude auf Seiten des Vereins ist groß, da die Realisierung des stationären Hospizes insgesamt 1,7Mio€ kostet, die nicht allein aus Eigenmitteln des Vereins finanziert werden können.
Nach der Inbetriebnahme des Hospizes fallen weitere Kosten für den Verein an, da die laufenden Kosten der Einrichtung nur zum Teil von den Sozialleistungsträgern übernommen werden. Der Verein ist verpflichtet, 10% der jährlichen Betriebskosten zu übernehmen, was konkret bedeutet, dass jedes Jahr ca. 200.000€ aufgebracht werden müssen, um das Projekt am Leben zu halten. Wir sind also weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung, insbesondere des Kreises Gütersloh angewiesen.

Die zitierten Erklärungen zur Haltung der Stiftung Deutsches Hilfswerk und die großzügige Unterstützung, die die Stiftung dem Hospiz- und Palliativ-Verein Gütersloh hat zukommen lassen, bestätigen die wichtige Bedeutung unseres Anliegens und machen uns Mut, den eingeschlagenen Weg fortzuführen.